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Fellbach wehrt sich gegen Rassismus

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Seit Juni 2016 versucht die rechte Gruppe „Fellbach wehrt sich“ regelmäßig Kundgebungen auf dem Marktplatz in Fellbach zu organisieren. Nach eigenen Angaben setzen sie sich für Folgendes ein:

rassismus nebenwirkungen

Gegen Gewalt. Gegen Willkür. Für ein friedliches Miteinander. Gegen Islamisierung. Gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Fellbach.

Um aufzuzeigen, was sich hinter diesen Phrasen verbirgt und wieso es problematisch ist, wenn „Fellbach wehrt sich“ diese in der Öffentlichkeit verbreitet, haben wir dieses Flugblatt geschrieben.

Instrumentalisierung und Rassismus

Auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht „Fellbach wehrt sich“ mehrmals täglich verschiedene Artikel zum Thema Gewalt. In der Tendenz folgen sie dabei stets dem gleichen Schema: Die TäterInnen sind Geflüchtete, Menschen muslimischen Glaubens oder Ausländer. Damit versuchen sie bewusst Gewalt als etwas Importiertes darzustellen. Für sie hat Gewalt quasi einen Migrationshintergrund. Für diese einseitige Verdrehung der Tatsachen gibt es einen Begriff und der heisst Rassismus. Gewalttaten, die nicht in dieses Bild passen, lassen sich auf ihrer Facebook-Seite so gut wie nicht finden.

Sie beschäftigen sich ebenfalls mit dem Thema Gewalt gegen Frauen, selbstverständlich nach dem gleichen Schema wie beim Thema Gewalt. Der Tenor lautet „Hände weg von unseren Frauen“.

schild2Gewalt und sexuelle Übergriffe gegen Frauen ist leider Alltag in unserer Gesellschaft und das nicht erst seitdem Geflüchtete hierher kommen. Wir leben in einer von Männern dominierten Gesellschaft, in der viele Männer Frauen als ihren Besitz ansehen. Auch die Mitglieder von „Fellbach wehrt sich“ bilden dabei keine Ausnahme. Das zeigt sich besonders deutlich an ihrer Parole „Hände weg von UNSEREN Frauen“. Ihr Ziel ist nicht Frauen vor Gewalt zu schützen, sondern lediglich durch Vorurteile und Lügen gegen Geflüchtete zu hetzen.

Ähnlich verhält es sich bei dem Thema Medien, die pauschal als „Lügenpresse“ diffamiert werden und allem, was ihrer Meinung nach irgendwie nach „links“ aussieht oder klingt. Jede Möglichkeit zur Instrumentalisierung von Ereignissen wird ausgenutzt und mit Rassismus ergänzt.

Zudem veröffentlicht „Fellbach wehrt sich“ auf ihrer Facebook-Seite regelmäßig Berichte und Artikel bekannter rechter Seiten und Zeitschriften. Da auch zwei der maßgeblichen Organisatoren, Michael Schlecht und Ester Seitz, Mitglieder von rechten und faschistischen Organisationen sind verwundert das nicht weiter.

Fellbach wehrt sich gegen Rassismus und Hetze

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Die Hetze von „Fellbach wehrt sich“ hat das Ziel Stimmung gegen Geflüchtete und Menschen muslimischen Glaubens zu machen. Sie benutzen dabei die Diskussion um die Unterkunft für Geflüchtete, um den Menschen Angst vor Unbekanntem und Neuem zu machen. Dabei instrumentalisieren sie verständliche Unsicherheiten und versuchen, die Diskussion mit rassistischen Positionen nach rechts zu verschieben. Der Anstieg von Gewalttaten gegen Geflüchtete und deren Unterkünfte (auch in der Region Rems-Murr) zeigt deutlich, wohin diese Stimmungsmache führt, wenn man ihr nichts entgegensetzt.

Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen den Rassismus der Rechtspopulisten setzen. Kommt zu den Protesten und Aktionen gegen „Fellbach wehrt sich“!


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Bereits am 17. Juni 2016 versammelten sich mehrere hundert Menschen gegen eine Kundgebung von „Fellbach wehrt sich“
und nahmen den Rechten jede
Öffentlichkeit.  

Daran möchten wir mit Dir anknüpfen!


Kundgebung gegen Rassismus

Freitag, 2. September | 18 Uhr | Marktplatz

Am 2. September laden wir Dich herzlich ein, mit uns ein öffentliches Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Wir freuen uns auf Redebeiträge, Musik und interessante Diskussionen.


Proteste gegen „Fellbach wehrt sich“

Freitag, 9. September | 17. 30 Uhr | Um die Lutherkirche

Zeigen wir gemeinsam, dass es in Fellbach keinen Ort für Rassismus gibt. Bunt und laut gegen „Fellbach wehrt sich“!


Homepage: www.irs-stuttgart.tk

E-Mail: i-rs@riseup.net

Facebook: Initiative Rechtspopulismus Stoppen

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